Die verschiedenen Diätformen

Die PKU ler müssen alle eine eiweißarme Ernährung befolgen. In den ersten Lebensjahren ist die Ernährung relativ einfach, weil die Eltern den Inhalt der Flasche, oder Breies bestimmen. Spätestens wenn die Nahrung fest wird, müssen sich die Eltern Gedanken über die Diätführung machen.

  • Genaues abwiegen der Speisen und Eingabe in ein Programm. Dieses ist wohl das genaueste Verfahren. Das Programm ist abends in der Lage die Phezahl, die Kalorien, die…..   anzuzeigen. Wenn wir die Eingabe genau und vollständig machen, ist dies die genauste Kontrolle. Gebrauchen wir diese Kontrolle? Würden wir Eltern dieses für uns persönlich auch tun? Bei Diabetes zum Beispiel.
  • Viele Eltern nutzen aber auch die gute alte Kladde und schreiben alles auf. Alle Speisen gehen über die Waage und abends wird bilanziert. Auch hier ist die Kontrolle hoch. Allerdings ist der Aufwand auch groß. Viele notieren nicht alles, sonders lassen eiweißarme Speisen weg. (Gurkenscheibe, Tomatenviertel, und eiweißarme /freie Süßigkeiten.) Hier ist die Kontrolle etwas geringer.
  • Viele lassen die eiweißarmen Spezialprodukte weg und notieren nur noch normale Lebensmittel. Die tägliche Bilanzierung wird dann um 50 ? Phe reduziert. Wieder andere berechnen standalisierte Mahlzeiten nicht an. Wenn der Patient jeden Morgen 1 Scheibe Brot mit Honig, Flaks mit eiweißarmer Milch und 1 eine halbe Kiwi isst, muss nicht alles gewogen werden. Das gleiche kann für Zwischenmahlzeiten und das Abendbrot gelten.
  • Einige PKUler schätzen alles und bilanzieren abends geschätzt.
  • Einige Familien teilen die Lebensmittel in Gruppen ein. Grün eiweißarme und freie Gerichte. Gelb eine Portion Nusscreme, oder eine Portion Brokkoli. In rot eiweißreiche Lebensmittel. Je nach Toleranz werden einige Portionen aus der gelben Gruppe gegessen. Aus der roten Gruppe wird gar nichts verspeist. Die grüne Gruppe wird frei gegessen. Auch dieses ist eine Möglichkeit eine Diät zuführen, muss aber individuell auf den Patienten zugeschnitten sein.Die Diät sollte nicht zur bestimmenden Komponente des Lebens werden. Ich finde entscheidend ist ein möglichst niedriger Blutphewert, bei gleichzeitiger guter Lebensqualität. Essen ist ein gemeinsames Erlebnis unter Freunden und in der Familie. Notwendig ist das der PKUler/in satt wird und Freude beim Essen empfindet.Jede Familie/PKU ler sollte den für ihn richtigen und optimalen Weg gehen, da wo er sich wohl fühlt.
  • Im Laufe der Jahre haben wir festgestellt das, das letzte Ausnutzen der Phetoleranz nicht den erhofften Gewinn an Lebensqualität bringt. Kontrolle und Aufsicht bleiben gleich.
  • Es wird noch viele Zwischenstufen geben. Jede Familie sollte den für sie richtigen Weg gehen, da wo sich der PKULer wohl fühlt. Auch ist wichtig den Patienten zur Selbstständigkeit zu führen. Das Ziel der Eltern wird nicht der 40 jährige PKU ler sein, der sich von Muttern noch regelmäßig das Essen zubereiten lässt.

Dieter Jochmann