Info für den Kindergarten

Die Phenylketonurie ( PKU ) ist eine seltene angeborene Eiweißstoffwechselstörung. Hierbei wird ein Teil des Eiweißes, dass Phenylalanin (PHE) nicht verstoffwechselt. Es reichert sich im Körper an und verändert das zentrale Nervensystem. Seit 1970 wird in den ersten Lebenstagen ein Test (Fersenstich Guthrietest) durchgeführt, so dass heute in Deutschland, alle Patienten erkannt werden. Die Behandlung der PKU ler sieht eine strenge, bilanzierte eiweißarme Diät vor. In fast allen Lebensmitteln sind Eiweiße ( Proteine ) enthalten. Eiweißreiche Lebensmittel (Fleisch, Fisch, Eier, Gelatine, Nüsse, Hülsenfrüchte, normales Mehl, viele Milchprodukte) stehen für PKU ler nicht auf dem Speiseplan. Die Diät wird durch regelmäßige Kontrollen des Blutes kontrolliert. Alle anderen Lebensmittel werden nach dem Bedarf der Patienten bilanziert. Damit der Mangel an den restlichen Proteinen, Vitaminen, Mineralien und den Mikronährstoffen ausgeglichen wird, nehmen die PKU ler eine Nahrungsergänzung bei den Mahlzeiten zu sich. (Aminosäuremischung)

Was passiert, wenn ein Kind doch mal zu viel Eiweiß zu sich nimmt?
Zunächst nichts.

Das Kind fällt weder ins Koma, noch entstehen lebensgefährliche Situationen. Auch langfristig entstehen keine Schäden. Sollten tatsächlich die Phenylalaninwerte über einige Tage ansteigen, so können sich motorische Probleme, Konzentrationsschwierigkeiten, Aggressionen, allgemeines Unwohl sein, entwickeln. Erst nach einigen Monaten können bleibende Schäden entstehen.

Was wird ihre zusätzliche Aufgabe sein?

Das PKU Kind sollte nicht mit anderen Kindern eiweißreiches Essen austauschen. Wenn doch, dann informieren Sie bitte die Eltern. Ebenfalls sollten die Eltern informiert werden, falls das Kind Lebensmittel zu sich nimmt, die nicht auf dem Speiseplan stehen. Eine etwas engere Zusammenarbeit mit den Eltern ist notwendig.

Das Kind ist ansonstenein völlig normales Kind mit allen Eigenschaften, wie andere Kinder auch.

Dieter Jochmann